Wider den Klarnamenzwang im Netz

Wie schade, dass die FDP nicht ausschließlich aus Leuten wie  der Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger besteht. Sie würde mir noch richtig sympatisch. Und vermutlich würde sie auch wieder von mehr als einem Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Die ganzen Dummschwätzer, die auf Piraten machen, wären entbehrlich … doch nein, der Punkt ist ein anderer.

Für das Recht auf Anonymität im Netz

Frau Leutheuser-Schnarrenberger sprach sich am vergangenen Donnerstag in ihrer Eröffnungsrede auf einer Veranstaltung der Universität Passau klar und deutlich für das Recht auf Anonymität im Internet aus. “Der Rechtsstaat muss Internet-Pöbeleien aushalten”, so ihre zentrale These.  Es gebe “viele gute Gründe für unbescholtene Internetnutzer, sich anonym oder mit Pseudonym im Netz zu bewegen.” Den Betreibern von Online Angeboten sei in der Regel die Möglichkeit der anonymen Nutzung ihrer Angebote zumutbar, da diese durch bereits bestehende Rechtsvorschriften (Telemediengesetz) vor unkalkulierbaren Risiken geschützt seien.

Ein ausführlicher Bericht findet sich auf Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,828683,00.html

Hier ist noch ein weiterer interessanter Artikel aus dem letzten Sommer, der die wesentlichen Argumente wider den Zwang zu Klarnamen im Netz sehr gut zusammen fasst:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,776897,00.html

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Über Paula Coehler
Ich bin seit vielen Jahren als Beraterin in Sachen Datenschutz, Datensicherheit, Neue Medien und Urheberrecht tätig. Ich bin Juristin, lebe, arbeite und schreibe in Hamburg. Mich interessiert die Verbindung meiner praktischen Erfahrung mit den theoretisch-politischen Konzepten zum Datenschutz und zum Recht allgemein. Mein Name ist ein Pseudonym - nicht weil ich, wie viele immer noch meinen, hier Dinge schreibe, die ich mich unter Klarnamen nicht zu schreiben traute. Sondern weil es mir so einfacher gelingt, meine Ansprüche an meine eigenen Texte auf ein Normalmaß zu reduzieren. Und weil ich auf diese Weise auch mal über Ereignisse bei Auftraggebern berichten kann, die ich zuvor angemessen verfremde. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, real existierenden Unternehmen oder Ereignissen sind daher rein zufällig.

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